Hyaluronsäure-Injektion - Orthopädische Praxis Drs. med. Klein & Wittig

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Hyaluronsäure-Injektion

Praxisspektrum

Mit der Spritze gegen Arthrose
Die Arthrosetherapie zielt auf eine Verbesserung der Gelenkmechanik und insbesondere auf eine Schmerzreduktion ab. Neben Bewegungstherapie, Schuh- und Einlagenversorgung sowie einer medikamentösen Schmerztherapie können Injektionsbehandlungen helfen, die Belastbarkeit des Gelenkes zu verbessern und eine Operation hinauszuzögern. Neben Kortisonpräparaten kommt dafür die Hyaluronsäure in Betracht.

Hyaluronsäure ist der Hauptbestandteil der Gelenkflüssigkeit (Synovia). Daneben ist Hyaluronsäure aber auch in erheblichem Umfang im Gelenkknorpel selber zu finden. Die normale Hyaluronsäure im menschlichen Gelenk ist eine hochmolekulare Substanz, d.h. ein Stoff, der aus sehr vielen Molekülen (Einzelteilen) besteht. Es hat eine sehr hohe Wasserbindungsfähigkeit: Ein Gramm Hyaluronan bindet circa drei Liter Wasser.

Gebildet wird das Hyaluronan von den Zellen der Gelenkschleimhaut. Von dort wird er in das Gelenk abgegeben, wo er sich auf der Oberfläche des Knorpels ablagert. Dort bildet er eine Schutzschicht gegen mechanische Erschütterungen. Da sie entzündungsfördernde Zellen hemmt, werden der Substanz außerdem heilende Fähigkeiten zugeschrieben.
Darüber hinaus verfügt die Hyaluronsäure über so genannte viskoselastische Eigenschaften, sprich sie verbessert die Elastizität innerhalb des Gelenks und hat stoßdämpfende Wirkung.
In verschlissenen Gelenken ist der Gehalt an natürlichem Hyaluronan deutlich vermindert. Wenn konservative Verfahren wie Krankengymnastik keine spürbare Erleichterung bringen, kann die Injektion von Hyaluronsäure direkt ins Gelenk eine sinnvolle Alternative sein.

Drei bis fünf Anwendungen in jeweils wöchentlichem Abstand reichen in der Regel aus. Die Wirkung hält bis zu einem Jahr, bisweilen auch länger, an. Da die Behandlung sehr gut verträglich ist, kann sie jederzeit wiederholt werden.
Bei einer beginnenden Arthrose ist die Behandlung mit intraartikulären Injektionen von Hyaluronsäure effektiver als bei einer Arthrose im "Endstadium". Grundsätzlich kann man von der Tendenz her sagen, dass die Therapie umso wirksamer ist, je mehr Gelenkknorpel im Gelenk noch vorhanden ist.
Meistens kommt Hyaluronsäure bei Arthrose und in der Nachbehandlung von Sportverletzungen (z.B. nach einer Gelenkspiegelung - Arthroskopie) in großen Gelenken zum Einsatz. 

Positive Erfahrungen liegen bei der Behandlung von Arthrosen des Knie-, Hüft-, oberen Sprunggelenks und des Schultergelenks sowie am Daumensattelgelenk und Großzehengrundgelenk vor. 

Nach der Injektion kann eine Reizung des Gelenkes spürbar werden. Für einige Tage können die Schmerzen etwas zunehmen. In sehr seltenen Fällen kann sich das Gelenk entzünden. 


Der Berufsverband der Orthopäden und Unfallchirurgen hat 11/2015 eine positive Stellungnahme zum Nutzen der Hyualuronsäure mit entsprechender wissenschaftlicher Begründung abgegeben. -> siehe PDF

 
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